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Klose: Verzögerungstaktik Streit zwischen der Stadt und dem künftigen Pächter des „X-Citer" geht weiter Von Stefani Franzke
PEINE. „Verzögerungstaktik" wirft Manfred Klose der Stadt
Peine vor. Während Günter Langeheine, Erster Stadtrat, auf PN-Anfrage erklärte, dass die Unterlagen des 50-Jährigen nicht vollständig seien (die PN berichteten), sieht sich Klose in einer Zwickmühle: „Was noch fehlt, ist ein gültiger Mietvertrag für die Immobilie. Und den bekommen wir, sobald wir die Konzession von der Stadt haben." Klose will die Disko gemeinsam mit dem früheren Veranstalter einiger Partys im Orbit, Thomas Wonschik, künftig betreiben. Der Hannoveraner selbst hatte auch in der Vergangenheit mit der Techno-Disko zu tun, war Vermieter der Licht- und Tontechnik. „Und aus Orbit-Zeiten bin ich auf Mietforderungen von mehr als 20 000 Büro sitzen geblieben. Und dann hatte ich die Idee, den Laden zu übernehmen", sagte Klose. Mittelfristig sollen im „X-Citer", so soll die Disko künftig heißen, nicht nur Techno-Partys stattfinden. „Mit der Schließung des Eastside gibt es in Peine doch Bedarf für eine Disko. Den wollen wir abdecken", so Klose. Dass das Unterfangen allerdings eine so langwierige Sache werden würde, habe er nicht geahnt. „Die Stadt hat offensichtlich den Verdacht, dass ich nur ein Strohmann für irgendwelche Leute bin, die in der Vergangenheit dort verbrannte Erde hinterlassen haben", berichtet Klose. Dabei habe er versucht, „akribisch" die Forderungen der Verwaltung zu erfüllen und auch die gewählte Rechtsform genau zu eräutern. „Wir haben eine GmbH & Co. KG gewählt, weil unsere Steuerberater und Anwälte das so empfohlen haben. Ich bin Mehrheitsgesellschafter und Geschäftsführer. Nichts an dieser Konstellation ist undurchsichtig - wie Langeheine das behauptet", schimpft Klose. Auch dies sei ein Hinweis auf die Verzögerungstaktik der Stadt, die offensichtlich mit allen Mitteln eine Disko verhindern wolle. Den Vorwurf, eine Verzögerungstaktik zu fahren, weist Langeheine hingegen ganz entschieden von sich: „Die Unterlagen zur Erteilung einer Konzession sind nicht vollständig. Mehr sage ich aber nicht. Die Sache ist ein schwebendes Verfahren." Klose hingegen wirft der Stadtverwaltung vor, auf seine Gesprächsangebote und Vorschläge nicht einzugehen. Schließlich habe die Stadt signalisiert, dass Mitte August eine Konzession erteilt werde. „Wir hat-ten schon Kostenvoranschläge von Handwerkern, haben ein Programm für Mitte September zusammengestellt und bereits begonnen, im Internet zu werben. Und nun wieder eine Absage. Das stellt uns doch wieder in eine unseriöse Ecke. Erst planen und ankündigen - und dann findet nichts statt", klagt Klose. Nun wollen er und Wonschik die für den 14. September geplante Party an einen anderen Ort verlegen. Wohin das stehe noch nicht sicher fest.
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Artikel der Peiner Nachrichten vom 04.09.2002 |
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